Rundfunkpreis Mitteldeutschland Bürgermedien verliehen

16.09.2016

Die Sieger des Bürgermedienpreises 2016 stehen fest. In einer festlichen Gala wurden am Freitagabend (16. September) im Halleschen Volkspark die besten ehrenamtlichen Radio- und Fernsehmacher und -macherinnen Mitteldeutschlands ausgezeichnet. Insgesamt waren 156 Beiträge eingereicht worden. Davon kamen 41 Beiträge aus Sachsen, 57 aus Sachsen-Anhalt und 58 aus Thüringen.

Auch jenseits der durch die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG geförderten Sonderpreise „Flucht und Integration“ befasste sich ein beträchtlicher Anteil der Programme mit dem Thema der Migration und Integrationsarbeit bzw. der Reaktion der Bevölkerung. Die Jury, bestehend aus Prof. Dr. Erich Schäfer (Ernst-Abbe-Hochschule Jena), Ingrid Ehrhardt (Versammlungsmitglied der Thüringer Landesmedienanstalt), Prof. Dr. Florian Mundhenke (Universität Leipzig), Gerd Köhler (Versammlungsmitglied der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien) und Detlef Hecke (Versammlungsmitglied der Medienanstalt Sachsen-Anhalt) würdigte besonders dieses gesellschaftspolitische Engagement.

Der Einladung der mitteldeutschen Landesmedienanstalten SLM (Sachsen), MSA (Sachsen-Anhalt) und TLM (Thüringen) folgten neben rund 260 Bürgerrundfunkveranstaltern eine Vielzahl von Vertretern aus Politik, Medien und Wissenschaft sowie Interessierte.

"Bürgermedien sind neben den öffentlich-rechtlichen und den privat-kommerziellen Veranstaltern ein unverzichtbarer Bestandteil der mitteldeutschen Medienlandschaft und eine medienpolitische Errungenschaft, auf die wir stolz sein können“, erläuterte Martin Heine, Direktor der Medienanstalt Sachsen-Anhalt (MSA).

Dr. Gunnar Schellenberger, Staatssekretär für Kultur in der Staatskanzlei des Landes Sachsen-Anhalt würdigte in seinem Grußwort die Leistungen der vielen ehrenamtlichen Radio- und Fernsehmacher und ihr hohes bürgerschaftliches Engagement.

Die glücklichen Gewinner des mit je 1.500 Euro dotierten Preises für die besten Beiträge in der Kategorie "Erwachsene" im Hörfunk sind Johannes Smettan (Radio F.R.E.I.) für seinen Beitrag "Buttlar – ein Dorf nimmt Flüchtlinge auf" und im Fernsehen Heinz Roeske (Thüringer Medienbildungszentrum) für seinen Beitrag "Was Alice in Gera erlebte".

Die ebenfalls mit je 1.500 Euro dotierten Preise für die besten Beiträge beim Nachwuchs bis 18 Jahre gingen im Fernsehen an einen Film von Julian Förster (Offener Kanal Salzwedel) mit dem Titel "Mir gegenüber" und im Hörfunk an Franziska Lamers und Sophia Kaleta von Radio LOTTE Weimar für den Beitrag "Krieg, Terror und Flucht – die Hintergründe des Syrienkonflikts".

Über die von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG gestifteten Sonderpreise (jeweils 500 Euro) zum Thema „Flucht und Integration“ freuten sich Luzie Ilgner (Radio Corax) für ihren Beitrag "Tanztheater – Was uns bewegt" und die Schülerinnen und Schüler des Oberland-Gymnasiums Seifhennersdorf (SAEK Bautzen) für den Beitrag "Was wollen die eigentlich hier".

Länderpreise in Höhe von jeweils 500 Euro wurden an Produzentinnen und Produzenten vergeben, die in ihren Beiträgen eine eigene Sichtweise auf länderspezifische Themen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen erkennen ließen.

Mit der Verleihung des Bürgermedienpreises 2016 wurde die seit Jahren erfolgreiche Zusammenarbeit der mitteldeutschen Landesmedienanstalten fortgesetzt und weiter vertieft.

Anlage:

Liste der Preisträger

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