Gremien der Mitteldeutschen Landesmedienanstalten würdigen den Beitrag lokaler Fernsehsender für die Meinungsvielfalt undunterstützen deren Verbreitung in den digitalen Übertragungsnetzen

01.10.2012

Am 28. und 29. September 2012 diskutierten die Gremienmitglieder der Medienanstalt Sachsen-Anhalt (MSA), der Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) und der Sächsischen Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) bei einem Arbeitstreffen in Wittenberg über Strategien, um lokale Fernsehsender - aus dem traditionellen analogen Kabelnetz heraus - in die digitale Welt zu führen.

Anlass der Beratung waren die Studien der Medienanstalten, wonach lokales Fernsehen in der Bevölkerung einen hohen Stellenwert hat. Wonach aber auch die Nutzerzahlen des Kabelfernsehens insgesamt - und des analogen Kabelangebotes im Besonderen - rückläufig sind. Die Zuschauer setzen verstärkt auf digitale Kabelangebote sowie auf andere Übertragungswege wie Satellit oder IP-TV.

Daher ist es eine Frage der Zukunftsfähigkeit des lokalen Fernsehens, mit einem vertretbaren finanziellen Aufwand auch auf diesen Übertragungswegen verbreitet zu werden und auch auffindbar zu sein.

Vorgestellt wurden verschiedene technische Lösungsansätze für digitale Kabelangebote, die Nutzung von hbb-TV, offener Internetstandards sowie eine Technikkombination von Satellit und Internet, um lokales Fernsehen auch für Satellitenhaushalte auffindbar zu machen. Deutlich wurde, dass es wegen der Vielzahl der Möglichkeiten aber auch der unterschiedlichen Kabel- und Veranstalterstrukturen und Programmanforderungen keinen einheitlichen Weg in die digitale Zukunft gibt. Besonders deswegen waren sich die Teilnehmer einig, dass die lokalen Sender von den Medienanstalten im Rahmen ihres gesetzlichen Auftrages weiter unterstützt werden und hierbei eine enge Abstimmung und Zusammenarbeit erfolgen solle.

Die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM) übernahm zum Schluss des Gremientreffens turnusmäßigen den Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft der Mittel-deutschen Landesmedienanstalten von der Medienanstalt Sachsen-Anhalt (MSA) und damit für die nächsten zwei Jahre auch die Federführung bei Fragen der Digitalisierung und weiterer gemeinsamer Aufgaben und Projekte zwischen MSA, TLM und SLM.

Über die Medienanstalt Sachsen-Anhalt (MSA)
Die MSA ist in Sachsen-Anhalt die allein zuständige Behörde für die Zulassung, Lizenzierung und Beaufsichtigung privater Hörfunk- und Fernsehveranstalter. Sie entscheidet als staatsferne Institution durch eine aus 25 Mitgliedern plural besetzte Versammlung und wird aus einem ca. zweiprozentigen Anteil der in Sachsen-Anhalt anfallenden Rundfunkbeiträge finanziert. Die MSA ist eine unabhängige Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Halle (Saale), errichtet durch das Landesrundfunkgesetz vom 22.05.1991.

Ansprechpartner für die Vertreter der Medien
Martin Heine, Direktor der MSA
Telefon: 0345 52550; E-Mail: heine@msa-online.de

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