Lokalfernsehen und Bürgermedien in Sachsen-Anhalt haben hohen Bekanntheitsgrad

29.06.2012

Unabhängiges Meinungsforschungsinstitut INFO GmbH, Berlin präsentiert Ergebnisse der Ostdeutschen Funkanalyse 2012 

(Halle/Saale, 29.06.2012)  Das Lokalfernsehen und die Bürgermedien in Sachsen-Anhalt genießen in der Bevölkerung einen hohen Bekanntheitsgrad. Zu diesem Ergebnis kam die Reichweiten-Analyse, die von der Medienanstalt Sachsen-Anhalt (MSA) in diesem Jahr erstmals gemeinsam mit allen ostdeutschen Landesmedienanstalten in Auftrag gegeben wurde.

So können in Sachsen-Anhalt über 0,7 Mio. Personen ab 14 Jahren lokales TV technisch empfangen, von denen es 93 % - das sind etwa 0,66 Mio. Personen -tatsächlich nutzen. Mehr als die Hälfte der Empfänger gehörte zum sogenannten 'weitesten Seherkreis' (WSK), das heißt, sie sahen Lokal-TV innerhalb der letzten zwei Wochen. 17 % - also etwa 120.000 Personen - schalten täglich ihr Lokalfernsehen ein. Die durchschnittliche Sehdauer eines Senders beträgt 48 Minuten pro Wochentag.

Die Bürgermedien, bestehend aus Offenen Kanälen und Nichtkommerziellen Lokalradios, sind demnach von mehr als 0,4 Mio. Personen zu empfangen. 90 % - das entspricht etwa 0,37 Mio. Personen - nutzen die Radio- bzw. TV-Angebote. 146.000 Empfänger sind dem WSK zuzuordnen und 38.000 Nutzer schalten täglich Bürgermedien ein. Die durchschnittliche Seh- bzw. Hördauer liegt bei 49 Minuten.

Um diese Daten zu erheben, interviewten die Berliner Meinungsforscher mehr als 2.700 Personen in Sachsen-Anhalt. Die Auswertung erfolgte nach einheitlichen Qualitätsstandards, die für das lokale Fernsehen in Ostdeutschland als Datenbasis zum Vergleich der Sender untereinander aber auch für deren Vermarktung dienen. Erstmals wurden in Sachsen-Anhalt auch die Bürgermedien mit in die Untersuchung einbezogen.

"Diese doch beachtlichen Nutzerzahlen belegen", so Martin Heine, Direktor MSA, "dass lokale Information und Berichterstattung von unserer Bevölkerung nachgefragt wird und die in diesem Bereich von der MSA zur Unterstützung und Finanzierung eingesetzten Gebührenmittel den Gebührenzahlern wieder unmittelbar zu Gute kommen."

Die Ergebnisse der Ostdeutschen Funkanalyse 2012 machen deutlich, dass das Lokalfernsehen und die Bürgermedien neben der Tageszeitung zu den wichtigsten Medien für lokale Informationen gehören und über hohe Glaubwürdigkeits- und Sympathiewerte verfügen. Damit ist das kommerzielle Lokalfernsehen zugleich ein attraktiver Werbeträger und stellt im jeweiligen Verbreitungsgebiet einen nicht unerheblichen wirtschaftlichen Faktor dar. Die Studienergebnisse sind auf der MSA-Homepage www.msa-online.de abrufbar.

Über die Medienanstalt Sachsen-Anhalt (MSA)
Die MSA ist in Sachsen-Anhalt die allein zuständige Behörde für die Zulassung, Lizenzierung und Beaufsichtigung privater Rundfunkveranstalter. Sie entscheidet als staatsferne Institution durch eine aus 25 Mitgliedern plural besetzte Versammlung und wird aus einem ca. zweiprozentigen Anteil der in Sachsen-Anhalt anfallenden Rundfunkgebühren finanziert. Die MSA ist eine unabhängige Anstalt des öffentlichen Rechts mit Sitz in Halle (Saale), errichtet durch das Landesrund¬funkgesetz vom 22.05.1991.

Ansprechpartner für die Vertreter der Medien:
Medienanstalt Sachsen-Anhalt
Martin Heine, Direktor
Tel: 0345/52550
Mail: heine@msa-online.de
Web: www.msa-online.de

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