300 Gäste aus ganz Deutschland tauschten sich auf zweitägiger medienpädagogischen  Fachtagung aus

27.09.2013

2. Netzwerktagung Medienkompetenz am 25. und 26.09. 2013
Fazit: „Medienkompetenz muss in allen gesellschaftlichen Bereichen gefördert werden“

Halle (Saale) 26.09.2013 – 260 Wissenschaftler, (Medien)pädagogen, und Medienschaffende aus Sachsen-Anhalt und dem gesamten Bundesgebiet haben sich zwei Tage lang in Halle getroffen, um sich über aktuelle Fragen der Vermittlung von Medienkompetenz auszutauschen. Dabei diskutierten die Teilnehmer an Hand praktischer Erfahrungen und aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse darüber, wie es um die Medienkompetenz der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen und Generationen bestellt ist und wie diese flächendeckend und nachhaltig gefördert und ausgebaut werden sollten. Die Themenvielfalt spiegelte sich in den zahlreichen Fachvorträgen, Diskussionsrunden und in 20 Panels wider. Besprochen wurden Fragen der frühkindlichen Medienbildung und der speziellen Medienbildung von Kindern mit geistigen und körperlichen Handicaps über die Medienkompetenzvermittlung im Beruf oder im höheren Lebensalter bis hin zum Verantwortungsbewusstsein von Medienschaffenden gegenüber den Zuhörern, Zuschauern und Internetnutzern. Auf der Tagesordnung standen aber auch Fragen der medienpädagogischen Fortbildung der Lehrer und der Einsatz von Medienpädagogen an Schulen.

Die zweitägige Fachtagung „2. Netzwerktagung Medienkompetenz Sachsen-Anhalt“ fand in der Leopoldina, der Nationalen Akademie der Wissenschaften, in Halle (Saale) statt. Wichtiges Fazit der Fachtagung war, die Entwicklung der Medienkompetenz ale eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe und in der Mediengesellschaft als wichtigste Schlüsselqualifikationen der Bevölkerung zu betrachten.

In seinem Eröffnungsvortrag sagte der Vorstandsvorsitzende der Medienanstalt Sachsen-Anhalt, Albrecht Steinhäuser: „Ich freue mich, dass wir mit dieser Netzwerktagung an die erste Veranstaltung vor zwei Jahren anknüpfen können. Wir spannen in diesem Jahr einen großen Bogen der Medienkompetenzvermittlung in allen gesellschaftlichen Bereichen.“

Frau Prof. Dr. Dorothee Meister, Universität Paderborn, die auch die wissenschaftliche Begleitung der Tagung inne hatte betonte: „Insbesondere die sich rasant entwickelnden neuen technischen Möglichkeiten und die mobile Internetnutzung haben die Lebens- und Arbeitswelt der Menschen extrem verändert.“ Durch den Trend der verstärkten Nutzung mobiler Geräte wie Tablets und Smartphones sei in den letzten drei Jahren die Internetnutzung enorm gestiegen. Allerdings würde sich parallel dazu auch die Kluft der Menschen vergrößern, die Medien zur Wissenserweiterung nutzen und derjenigen, die nicht so stark vom Internet profitieren, da sie das Internet nur sehr eingeschränkt nutzen.

Prof. Dr. Stefan Aufenanger, Universität Mainz, ist sicher, dass neue technische  Geräte wie Tablets und Smartphones neue Lernformen sehr positiv befördern würden, indem zum Beispiel Kinder selbständiger und interaktiver die Medien nutzen und mehr Spaß daran hätten. Allerdings sei es noch viel wichtiger, dass sich mit diesen neuen Techniken auch neue Methoden des Lernens entwickelten.

Auf der Abschlussdiskussion der Tagung sagte Markus Kurze, Vorstandsmitglied der Versammlung der Medienanstalt Sachsen-Anhalt und Medienpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion von Sachsen-Anhalt: „Auch in nächster Zeit müssen wir darauf Wert legen, dass sich die wichtigsten Akteure aus dem Medienbereich noch stärker miteinander vernetzen und dies auch in Zukunft tun. Dazu bedarf es der bereits geschaffenen Netzwerkstelle, die bei der Medienanstalt Sachsen-Anhalt angesiedelt ist. Diese sollte auch über das Jahr 2014 hinaus existieren.“ Darüber waren sich alle Medien- und Netzpolitiker, die an der Abschlussdiskussion teilnahmen, einig.

Über die 2. Netzwerktagung Medienkompetenz:
Zwei Tage lang wurden in Halle unter dem Motto „Medien – Gesellschaft – Verantwortung“ die verschiedenen Facetten der Medienkompetenzvermittlung in allen gesellschaftlichen Bereichen diskutiert. Dahinter stand die Frage, was politisch, gesellschaftlich und von den Medien selbst getan werden muss, damit jeder Einzelne sich in der heutigen Medienwelt zurechtfindet. Das Land Sachsen-Anhalt setzt sich seit Jahren mit großem Engagement für die Stärkung der Medienkompetenz ein. Die Spannbreite der ausgewählten Themen reichte dabei von der frühkindlichen Medienbildung über die Medienkompetenzvermittlung im Beruf oder im höheren Lebensalter bis hin zum Verantwortungsbewusstsein von Medienschaffenden gegenüber den Zuhörern, Zuschauern und Internetnutzern.
Die Tagung wurde zum zweiten Mal von der Medienanstalt Sachsen-Anhalt organisiert. Kooperationspartner sind das Netzwerk Medienkompetenz Sachsen-Anhalt und das Kompetenzzentrum Frühe Bildung der Hochschule Magdeburg-Stendal. Zur Unterstützung der Veranstaltung konnten die Hochschule Merseburg und der Landesbeauftragte für den Datenschutz Sachsen-Anhalt als Partner gewonnen werden.


Weitere Informationen und das vollständigen Tagungsprogramm mit allen Referenten und Akteuren sind unter www.medien-kompetenz-netzwerk.de abrufbar. Hier sind demnächst auch die schriftlichen Zusammenfassungen der einzelnen Panels abrufbar.

Kontakt:
Martin Heine, Direktor der Medienanstalt Sachsen-Anhalt,
Telefon: 0345-52550,
E-Mail: info@msa-online.de ,
www.msa-online.de und www.medien-kompetenz-netzwerk.de

 

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