15 Jahre Arbeitsgemeinschaft der mitteldeutschen Landesmedienanstalten (AML)

23.06.2016

Gremienklausur in Gotha zur Radiozukunft in einer digitalen Audiowelt
AML spricht sich für Werbezeitverkürzung beim MDR aus

Vorsitzwechsel von Thüringen an Sachsen-Anhalt

Seit 2001 arbeiten die Sächsische Landesanstalt für privaten Rundfunk und neue Medien (SLM), die Medienanstalt Sachsen-Anhalt (MSA) und die Thüringer Landesmedienanstalt (TLM) in der Arbeitsgemeinschaft der mitteldeutschen Landesmedienanstalten (AML) zusammen. Am 22. und 23. Juni trafen sich Gremienmitglieder der drei Landesmedienanstalten in Gotha zu ihrem turnusmäßigen Arbeitstreffen. Thema der Beratungen warDAS macht Radio erfolgreich – Die Zukunft von Hörfunk in einer digitalen Audiowelt“.

Der inhaltliche Auftakt kam vom MDR-Hörfunkdirektor und Vorsitzenden der ARD-Hörfunkkommission, Johann Michael Möller, der über öffentlich-rechtliches Radio in trimedialen Medienwelten informierte. Die Geschäftsführer der CrowdArchitects GmbH verdeutlichten anhand der von ihnen entwickelten crowdradio-App die Bedeutung des IP-Übertragungsweges für Radio. In einem weiteren Schwerpunkt informierte Prof. Dr. Klaus Goldhammer, Goldmedia GmbH Strategy Consulting, über die Zukunft des Radios in den neuen Medienwelten. Schließlich diskutierten Mike Bröhl, Geschäftsführer von Radio Brocken, Marco Maier, Geschäftsführer von ANTENNE THÜRINGEN und Tino Utassy, Geschäftsführer von BCS Broadcast Sachsen GmbH & Co. KG mit den Gremienmitgliedern darüber, wie privates Radio in Mitteldeutschland auch zukünftig erfolgreich sein kann.

Im Ergebnis des Austausches plädierten die Gremienvertreter für die Aufnahme des NDR-Werbemodells in den sich in der Novellierung befindlichen MDR-Staatsvertrag und sprachen sich für eine intensive Unterstützung der privaten Hörfunkveranstalter bei der Einführung von DAB+ durch die Länder aus.

Daneben ging es in dem internen Austausch um Zusammenarbeitsfelder, gemeinsame Veranstaltungen und weitere Aktivitäten der AML. Ein Markenzeichen der erfolgreichen Zusammenarbeit ist der bereits zum 12. Mal gemeinsam ausgelobte Rundfunkpreis Mitteldeutschland in den Sparten Hörfunk, Fernsehen und Bürgermedien. Auch das seit 2013 jährlich gemeinschaftlich organisierte Mitteldeutsche Mediencamp, der im letzten Jahr zusammen mit dem MDR gestartete Mitteldeutsche Medienkompetenzpreis und die Kooperation beim Medientreffpunkt Mitteldeutschland sind Beispiele für die gelebte, vertrauensvolle und gewinnbringende Zusammenarbeit seit Gründung der AML im Mai 2001.

Nachdem die Thüringer Landesmedienanstalt in den letzten beiden Jahren den Vorsitz in der AML innehatte, übergaben der TLM-Direktor Jochen Fasco und der Vorsitzende der TLM-Versammlung Johannes Haak den Vorsitz für die nächsten zwei Jahre an Markus Kurze MdL, Vorstandsvorsitzender der MSA und Martin Heine, MSA-Direktor.

Foto (TLM): v. l. Martin Heine, Markus Kunze MdL, Johannes Haak und Jochen Fasco

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